04.07.2019

Jahreshauptversammlung in Duderstadt / Rahlfs erneut zum KSO gewählt.

Autor / Quelle: Text u. Bild: Jan Philipp Brömsen

Bevor die Jahreshauptversammlung der Schiedsrichter des Kreises Göttingen-Osterode mit 92 anwesenden Schiedsrichtern bei der Bundespolizei in Duderstadt eröffnet wurde, stellten sich bereits 35 der alljährlichen Leistungsprüfung auf der Laufbahn. "Es gibt eigentlich gar keine Pause", so begann Christian Rahlfs die Versammlung. Kaum sei die Saison zu Ende, finden schon wieder die ersten Freundschaftsspiele statt.

Die ersten Grußworte kamen vom Bezirksschiedsrichterlehrwart Sven Begas, der zunächst einen Überblick über die Personalien in den einzelnen Ligen gab. Begas betonte, dass es seit langer Zeit wieder einmal vier Schiedsrichter aus dem Bezirk in der Regionalliga gibt, darunter auch Mario Birnstiel, den Lehrwart des Kreises Göttingen-Osterode. In der Oberliga ist mit Maurice Milczewski noch ein Schiedsrichter aus dem Kreis vertreten. Aufsteiger in die Landesliga ist Tobias Hillebrand.

"Wir haben im Mai die Bezirksprüfung mit 70 Schiedsrichtern absolviert - da sind eure 35 Teilnehmer gar nicht so schlecht", so Begas, der sich beim Ausschuss für die Zusammenarbeit bedankte. "Göttingen gehört nicht zu den Ja-Sagern und äußert auch mal konstruktive Kritik - und das ist auch gut so", so der BSL. Thomas Hellmich, stellvertretender Vorsitzender des Kreises, lobte ausdrücklich das Jungschiedsrichterturnier, das im Januar stattfand. Hellmich wies auf die Problematiken im unteren Jugendbereich hin. "Mittlerweile gibt es bei F-Jugendspielen schon Probleme. Es ist schwieriger als damals", betont Hellmich, der die anwesenden Schiedsrichter besonders lobte. "Wir sind stolz, dass wir euch haben."

In üblicher Manier wurden dann die Ehrungen verdienter Schiedsrichter vorgenommen. Die Bezirksnadel in Silber erhielt Dieter Fink, Verdienstnadel des Verbandes: Herbert Oppermann, Silberne Verdienstnadel des Verbandes: Rainer Nickel, Jens Gastrock und Burkhard Schlote. Die Silberne-Ehrennadel des Kreises Göttingen-Osterode erhielten vom stellv. Kreisvorsitzenden Thomas Hellmich: Renè Behnke, Ali Ismail, Björn Kranzusch und Maurice Milczewski.

"Wir verabschieden heute vier Schiedsrichter, die zusammen 177 Jahre gepfiffen haben", so Rahlfs, der die anwesenden Karl-Hein Seute (46 Jahre) und Hans-Dieter Hinz (50 Jahre) verabschiedete. In seinem Jahresbericht ging der KSO referiert Rahlfs über ein ereignisreiches Jahr mit vielen Herausforderungen für den Ausschuss.

Die erneute Erhöhung der Anzahl der Rückgaben, die mittlerweile bei 46 Prozent liegt, bereitet nicht nur Rahlfs Kopfzerbrechen. "Ich appelliere noch einmal, besonders an die jungen Kollegen, eure Freitermine im System einzutragen", fordert der KSO. Die Arbeit für Ansetzter sei immens, da fast jedes zweite Spiel erneut besetzt werden müsse.

Auch Rahlfs fand in seinem Bericht noch einmal lobende Worte für das Jungschiedsrichterturnier im Januar. "Ich möchte noch einmal beim gesamten Orga-Team und dem Hotel Freizeit In bedanken", so Rahlfs.

Rahlfs betonte in seinem Bericht, dass der Kreis zwar ausreichend Schiedsrichter habe, leider stünden viele jüngere Kollegen der Tätigkeit nicht so verantwortungsvoll gegenüber, wie gewünscht. Bezugnehmend auf die Diskussion im Amateurfußball mit DFB-Vize Dr. Rainer Koch in Bovenden hat der KSO auch einige Gedanken mitgenommen. "Ist es noch zeitgemäß feste Trainingstage und Spiele festzulegen. Müssen wir uns bei den Ansetzungen Gedanken machen, wann wir sie versenden? Sind kurzfristige Ansetzungen gerade bei Jugendlichen sinnvoller?", so Rahlfs, der diese Fragen als eine der Aufgaben für den kommenden Ausschuss sieht. Zudem sei das Thema Digialisierung, unter anderem die Schiedsrichter-App bei den Anwärterlehrgängen, weiterhin ein prägendes Thema für die Zukunft. Rahlfs wies zudem auf die eher negative Berichterstattung über Schiedsrichter in den Medien hin.

Lehrwart Mario Birnstiel bilanzierte in der Folge die Regelabende der vergangenen vier Jahre, an denen im Schnitt 50 Schiedsrichter teilgenommen haben. Birnstiel, der in Hannover wohnt, bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung der Referenten, besonders Nadine Rahlfs, die die Anwärterlehrgänge koordiniert.

"Uns fehlt leider die Unterstützung von oben. Die App entlastet schon, aber wir bekommen die Materialien zur Aus- und Weiterbildung einfach viel zu spät und müssen uns teilweise selbst Präsentationen basteln", moniert Birnstiel. Abschließend gab der Lehrwart noch einen Ausblick auf das im Juli beginnende "Patensystem" und kündigte einige interessante Regeländerungen an.

Zum Ende der knapp zweistündigen Versammlung kam es zu der Wahl: Waldemar Maier übernahm die Wahlleitung und betonte zu Beginn: "Das Auftreten von Spieler und Zuschauern auf den Plätzen ist teilweise haarsträubend. Wir müssen wieder anfangen, dass das Verhalten geschult wird", so Maier.

Nach einer kurzweiligen Wahl wurde Obmann Christian Rahlfs erneut gewählt und auch die weiteren Ausschuss-Mitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Nach jahrelanger Tätigkeit schied Michael Otterstätter, bei dem sich Rahlfs herzlich bedankte, aus.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 19.07.2019